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Published in: Allgemein on Februar 1, 2013 at 10:08 am  Kommentare deaktiviert für Homepage von Ekaterina Kazankowa / официальный сайт Екатерины Казанковой  

Lernerautonomie: warum nicht? Lernstrategien, aber wie?

Der Begriff der Lernerautonomie wurde von Henrie Holec ursprünglich mit Blick auf die Erwachsenenbildung geprägt. Die damit verbundene Idee der Selbstbestimmung und Selbststeuerung des Lerners geht mit den Leitvorstellungen der Reformpädagogik konform, Schüler zu eigenverantwortlichem Handeln zu erziehen. Lernerautonomie ist eine besonders konsequente Form der Lernerorientierung mit dem Grundgedanken, den Lernenden selbst über Ziele, Inhalte, Methoden, Arbeitstechniken, Evaluationsformen sowie zeitliches und räumliches Umfeld bestimmen zu lassen. Lernerautonomie und selbstgesteuertes Lernen entsprechen einer konstruktivistischen Lerntheorie.

Voraussetzungen für das Gelingen von Lernerautonomie

Methodische Umsetzung

Lernen durch Lehren

Lernen durch Lehren ist eine handlungsorientierte Unterrichtsmethode, in der Schüler oder Studenten lernen, indem sie sich den Stoff gegenseitig unterrichten. Es kann in allen Fächern, Schultypen und Altersstufen eingesetzt werden. Auch wenn der Begriff gelegentlich für das klassenübergreifende Unterrichten von jüngeren Schülern durch ältere benutzt wird, hat sich in der Fachwelt der Terminus „Lernen durch Lehren“ (LdL) für gegenseitiges Lehren innerhalb eines Klassenverbandes etabliert.

Freiarbeit (auch Freie Arbeit) ist eine Form des Offenen Unterrichts. Freiarbeit wurde beispielsweise von den Reformpädagogen Célestin Freinet und Maria Montessori – allerdings mit unterschiedlichen Intentionen eingesetzt.

Projektunterricht, auch Projektarbeit, bezeichnet allgemein die Organisation des Unterrichts als Arbeit an einem Projekt, wird aber speziell in der Pädagogik zusammen mit dem synonymen Begriff der Projektmethode für eine seit Anfang der 1970er Jahre verstärkt diskutierte Reformidee gebraucht, vor allem in der Hochschuldidaktik. Anfang der 1980er Jahre erfolgte eine verstärkte Adaption in der Schulpädagogik als Reaktion auf den Frontalunterricht sowie in der Erwachsenen- und Weiterbildung.

LERNSTRATEGIEN

Lernstrategien erleichtern die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung neuer Informationen, wobei zwischen „oberflächlichen“ Wiederholungsstrategien und „tiefen“ Elaborationsstrategien unterschieden werden kann. Klassische Gedächtnistechniken erleichtern das Behalten neuartiger Informationen vor allem dann, wenn es sich um sinnarmes, unverbundenes Lernmaterial handelt.

Formal betrachtet beschreiben Lernstrategien Verhaltenweisen, die zur Bewältigung von Lernaufgaben dienen können. Lernstrategien lassen sich in drei Ebenen betrachten:

  • Mit kognitiven Lernstrategien sind jene Aspekte gemeint, die mit der unmittelbaren Informationsaufnahme zu tun haben, etwa konkrete Arbeitstechniken, die man zum Einprägen von neuen Informationen anwendet. Dazu gehören Organisieren (Skizzen anfertigen, Schlüsselwörter unterstreichen bzw. markieren), Elaborieren (Ausdenken von konkreten Beispielen, Bildung von Analogien zu bereits bekanntem Wissen), kritisches Prüfen von Argumentationszusammenhängen, das Nachdenken über Alternativen zum gerade Erlernten, das Wiederholen durch mehrmaliges Lesen oder auch das Auswendiglernen von Schlüsselbegriffen.
  • Metakognitive Lernstrategien beziehen sich weniger auf den eigentlichen Lernvorgang, sondern mehr auf die Kontrolle des eigenen Lernfortschrittes, also das selbständige Planen der Lernschritte (Reihenfolge festlegen, Relevantes vom Irrelevanten trennen), das Überwachen des Lernerfolges und der Lernschritte (Beispielaufgaben durcharbeiten, anderen den Lernstoff zu erklären versuchen).
  • Ressourcenbezogene Lernstrategien beziehen sich in erster Linie auf die Organisation und die Rahmenbedingungen des Lernens. Dazu gehören Anstrengung, Aufmerksamkeit, Willensstärke und Konzentration auch bei ungeliebten Stoffgebieten, das Ausdehnen der Lernzeiten auch auf Abend und Wochenende, das Zeitmanagement (Lernzeiten, Pausen festlegen und einhalten), die Arbeitsplatzgestaltung, dass keine Ablenktungen auftreten können (z.B. TV, Haustier, Kollegen) und dass notwendige Hilfsmittel greifbar sind (Stifte, Rechner, Papier), die Nutzung zusätzlicher Informationsquellen (Lexika, Wörterbücher, WWW, CD-ROMS, Bücher, Bibliothek), das Lernen in Gemeinschaften (Lerngruppen, Diskussionen über Lernstoff in Diskussionsforen, Chat, E-Mail an Lehrer).

Die folgende Grafik nach Baumert (1993) liefert eine mögliche Strukturierung und verweist auf die Zusammenhänge:

Strategien zur Verarbeitung von Informationen

Im Hinblick auf die Verarbeitung von Informationen unterscheidet man zwei Hauptstrategien:

  • Elaborieren Ziel des Elaborierens ist es, die neuen Informationen mit verwandten und/oder bereits bekannten Informationen in Beziehung zu setzen, um so das Neue besser zu verstehen. Elaborieren kann schwerpunktmäßig bildhaft oder verbal geschehen. Typisch hierfür sind z.B.: umschreiben, Beispiele suchen, Aufgaben/Fragen entwerfen, mit dem Vorwissen verknüpfen, Analogien bilden, eigene Erfahrungen und Ideen suchen, Vermutungen aufstellen und Schlußfolgerungen ziehen
  • Organisieren: Ziel des Organisierens ist es, die neuen Informationen nach ihren Teilen und deren Beziehungen zu ordnen, um so die Informationsfülle zu reduzieren und den Abruf von Informationen über Strukturen zu lenken. Geht es beim Elaborieren um das Anreichern der Information, handelt es sich hier um den entgegengesetzten Prozeß der Reduktion. Beispiele: Hauptideen und Einzelheiten bestimmen, Informationen strukturieren und Informationen zusammenfassen.

Metakognitionen

Metakognitionen lassen sich grob in zwei Prozesse untergliedern: Metakognitives Wissen und metakognitive Kontrolle. Beide sind entscheidend für einen bewußten und reflektierenden Lernprozeß und tragen nach neueren Erkenntnissen erheblich zum Lernerfolg bei.

  • Wissen/Bewußtsein über das eigene Lernen
    Beim Lernen soll sich der Lernende des ganzen Lernprozesses im notwendigen Maß bewußt sein. Fragen, die sich der Lernende stellt, betreffen die gestellte Aufgabe und Lernsituation, die eigene Person (Vorwissen, Lerngewohnheiten, Motivation, Fähigkeiten) und Lernstrategien (welche, wann, warum, wie)
  • Kontrolle und Anpassung des eigenen Lernens
    Das Wissen/Bewußtsein über den Lernprozeß ist zu überführen in eine laufende Kontrolle des Lernprozesses in bezug auf die Zielerreichung und gegebenenfalls notwendige Anpassungen des Lernprozesses, solange die Zielerreichung nicht befriedigend ist.

Hier kommen Prozesse des Überwachens, Testens, Hinterfragens, Revidierens und Bewertens ins Spiel. Überwachung bezieht sich auf die kontinuierliche Beobachtung und Interpretation des Lerngeschehens im Hinblick auf den Lernfortschritt (Wieweit wird die gestellte Aufgabe erfüllt? Wo liegen gegebenenfalls Schwierigkeiten?) und den angemessenen Einsatz von Lernstrategien (Werden die geeigneten Lernstrategien eingesetzt? Werden die Lernstrategien wirksam eingesetzt?). Testen hat damit zu tun, daß der Lernende überprüft, ob er noch auf dem Weg der Zielerreichung ist. Mechanismen der Revision kommen zum Zuge, wenn Probleme oder Blockaden auftauchen. Er kann über andere Strategien nachdenken oder Ursachen analysieren. Bei der Evaluation überprüft und bewertet der Lernende den erreichten Zustand (Ergebnis) und er verschafft sich Klarheit darüber, was noch verändert werden muß.

Published in: on Januar 14, 2010 at 7:45 pm  Comments (2)  

Blended Learning = Integriertes Lernen: Was wird womit integriert?

Blended Learning oder Integriertes Lernen bezeichnet eine Lernform, die eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von traditionellen Präsenzveranstaltungen und modernen Formen von E-Learning anstrebt. Das Konzept verbindet die Effektivität und Flexibilität von elektronischen Lernformen mit den sozialen Aspekten der Face-to-Face-Kommunikation sowie ggf. dem praktischen Lernen von Tätigkeiten. Bei dieser Lernform werden verschiedene Lernmethoden, Medien sowie lerntheoretische Ausrichtungen miteinander kombiniert.

Blended Learning zielt als Lernorganisation darauf ab, durch die geeignete Kombination verschiedener Medien und Methoden deren Vorteile zu verstärken und die Nachteile zu minimieren. Besonders wichtig ist, dass die Präsenzphasen und Online-Phasen funktional aufeinander abgestimmt sind. Durch die vorurteilsfreie Nutzung des optimalen Mediums im jeweiligen Schritt des Lernprozesses stellt Blended Learning die universellste Lernorganisationsform dar.

Eine zusammenfassende Definition für Blended Learning lautet: „Blended Learning ist ein integriertes Lernkonzept, das die heute verfügbaren Möglichkeiten der Vernetzung über Internet oder Intranet in Verbindung mit „klassischen“ Lernmethoden und -medien in einem sinnvollen Lernarrangement optimal nutzt. Es ermöglicht Lernen, Kommunizieren, Informieren und Wissensmanagement, losgelöst von Ort und Zeit in Kombination mit Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und persönlichen Begegnungen im klassischen Präsenztraining.“ (Sauter, Sauter und Bender: 2004: 68).

Mehr Definitionen zum Thema: hier

Präsenzveranstaltung

* + Teilnehmer nehmen sozialen Kontakt auf, bilden eine Gruppe, das soziale Geschehen steht im Mittelpunkt
* + Dozenten und Teilnehmer lernen sich persönlich kennen, TeilnehmerInnen können Präferenzen füreinander entwickeln
* + Dozent kann auf Verständnisschwierigkeiten und auf Anregungen unmittelbar reagieren
* + Dozent kann das kommende Online-Kursgeschehen besser planen und damit Finetuning vornehmen. Damit können die Bedürfnisse und tatsächlichen Interessen der Teilnehmer besser berücksichtigt werden.
* + die Kommunikation ist ganzheitlich
* + die Teilnehmer unterstützen sich beim Lernen gegenseitig
* + es können jederzeit weiterbringende Diskussionen entstehen
* – alle Personen müssen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein
* – alle Teilnehmer sollten gleiches relevantes Vorwissen haben, damit der allgemeine Lernfortschritt nicht behindert wird.
* – das Lerntempo ist nicht individualisierbar.

E-Learning/Selbstlernen oder gruppenbasiertes Onlinelernen

* + Teilnehmer lernen, wie und wo es ihnen passt. Sie setzen inhaltliche Schwerpunkte und holen damit das Optimum für sich heraus.
* + Es wird zeit- und ortsunabhängig gelernt.
* + Teilnehmer bestimmen ihr Lerntempo selbst.
* + Der Lernstoff ist gut aufbereitet, Methodik/Didaktik sind sehr flexibel.
* + Der Einsatz unterschiedlicher Medien (Bild, Video, Ton, Animation, Text) und unterschiedlicher Aufgabenstellungen (Praxisnähe, theoretischer Zugang, Spiele, Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten…) spricht unterschiedliche Lerntypen an.
* + Je nach Plattform ist eine einfache, individuelle und motivierende Betreuung der einzelnen Teilnehmenden möglich; so können auch Missdeutungen ausgeschlossen werden.
* – Keine soziale Bindung zu weiteren Teilnehmenden, wenn keine e-Moderation eingesetzt wird
* – Mögliche Missdeutungen von Inhalten bleiben unbemerkt, wenn Fachtutoren nicht ausreichend ansprechbar sind.
* – Hohe Selbstlernkompetenz ist erforderlich, wenn keine individuelle Betreuung durch e-Facilitation.
* – Teilnehmer können der Kursleitung leicht „abhanden“ kommen, wenn keine Betreuung erfolgt.
* – Teilnehmer ziehen sich zurück aus der Lerngruppe, wenn besonders auffällige und dominante Teilnehmer die Gruppe beherrschen (Zum Teil ist dies ein „gender-Problem“: Meist ziehen sich Frauen zurück, wenn einzelne Männer das Geschehen dominieren).

Mehr Info zu diesem Aspekt: hier

1 Todsünde und 10 goldene Regeln des eLearning

1 Todsünde

  • Verwendung vorhandener Lehrmaterialien für e-learning.

10 goldene Regeln

  1. Der Lernende kann verschiedene Lernstile wählen und zwischen ihnen beliebig wechseln können.
  2. Der Lernende kann individuell und kooperativ lernen.
  3. Der Lernende wird durch menschliche Mentoren/Tutoren betreut.
  4. Der Lernende wird aktiviert und aktiv gehalten.
  5. Der Lernstoff wird multimedial angepasst an den Inhalt gestaltet.
  6. Der Lernstoff sollte sinnvoll intern und sparsam extern verlinkt sein.
  7. Der Lernende muss jederzeit seinen Wissensstand überprüfen können.
  8. Der Lernende sollte alle 20 bis 30 Minuten ein Erfolgserlebnis haben.
  9. Der Lernstoff muss aktuell sein.
  10. Lernende müssen eigene Wissensbausteine erstellen können.

Quelle

Wodurch unterscheiden sich E-Learning und Blended Learning? Antwort

Onlineressourcen zu
E-Learning/Blended Learning
Hier

„Mein Leben“ wurde verfilmt

meinleben1Vor ein paar Jahren habe ich dieses Buch geschenkt bekommen. Man sagt, das Buch sei das beste Geschenk. Das kann man kaum bestreiten.

Marcel Reich wurde am 2. Juni 1920 in Wloclawek als polnischer Jude geboren. Nach der erfolgreichen Beendigung seiner schulischen Laufbahn in Berlin ist es sein Wunsch, dort Germanistik zu studieren. Aufgrund seiner Herkunft wird ihm dies jedoch verweigert, er wird nach Polen deportiert. Es folgen Jahre voll widriger, unwürdiger Verhältnisse im Warschauer Ghetto, in welchem er und seine Familie ab 1940 zu wohnen gezwungen werden, und unter welchen er seine große Liebe Teofila Langnas, genannt Tosia, kennenlernt.

Gemeinsam gelingt es dem jungen Paar der Deportation durch die Nationalsozialisten, der unter anderem die Eltern und der Bruder Reich-Ranickis zum Opfer fallen, zu entgehen und bei einem nicht-jüdischen Paar auf dem Land ein Versteck zu finden. Mit eisernem Überlebenswillen und dem Erzählen von Geschichten überstehen die Beiden Hunger und Kälte, bis sie durch die Rote Armee befreit werden.

1999 veröffentlichte der berühmte Kritiker seine Autobiografie, die sehr bewegend von seinem Überleben als Kind einer jüdischen Familie in Polen handelt. Jetzt wurde das Buch mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle verfilmt. artour traf den Schauspieler und Regisseur Dror Zahavi (M.). Mehr Informationen

Matthias Schweighöfer als jünger M.Reich-Ranicki

Matthias Schweighöfer als jünger M.Reich-Ranicki

„Der Film hat mir meine Eltern noch näher gebracht“ Eindrücke des Sohnes von M. Reich-Ranicki

Interview von M. Reich-Ranicki

Der junge Reich-Ranicki.Schweighöfer spielt Literaturkritiker

M. Reich-Ranicki als jünger Mann

M. Reich-Ranicki als jünger Mann


P.S. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen. Der Film ist auch empfehlenswert.

Der Film hinterlässt Beklemmung und Nachdenklichkeit bei den Zuschauern. Und das Gefühl, Worte und Handeln der kontroversen Person Marcel Reich-Ranickis von nun an besser verstehen zu können.

Julia Schmitz

Published in: on April 5, 2009 at 11:07 am  Comments (2)  

29. Maerz, 20.15 Uhr, Kaffee Burger (Berlin): Reformbuehne Heim & Welt

stage

Die Internetseite der Reformbuehne wird reformiert,
wuerde mich freuen, wenn der eine oder die andere
mal einen Blick drauf wirft und mir schreibt, ob sie/er
sie bloed, mittel oder gut findet.

Unvollstaendige Chronik (Quelle)
Samstag, 11. April, 20 Uhr, Alte Kantine (Kulturbrauerei, Berlin):
Kantinenlesen.

Samstag, 18. April, Gießen: Lesung mit Hennig, Zehrer, Schmidt, Wells.
Lesung Sonntag Morgen, 19. April:
Werner, Klupp, Rinke.

Dienstag, 21. April, 20.30 Uhr, Kaffee Burger (Berlin):
Radio Hochsee Themenabend
Muratti & Sarotti,
Deutscher Animationsfilm 1920 – 1960.
Gast-Experte: Prof. Gerd Gockell (Hochschule Luzern)

Samstag, 30. VIII. 08, sonnig:
(Sofa, 18. III. 09:) Spielbericht von Uli Hannemann: Berliner Autoren – Germanistenauswahl Uni Gießen 0:6 (0:5)
Merkel; Hannemann, Willmann, Kuper, Hennig; Bergelt, Nußbaumeder, Schmidt, Zehrer, Luthardt; Rinke. Zur 2. Hz: Tamas
Hinterher war eigentlich alles wieder sehr schön: Sieger und Verlierer verdrängten gruppendynamisch einzelne Zeitung lesende Werbetexter und bildeten eine große Runde im „Strandbad Mitte“. Goldgelb leuchtete das Alster (mit Sprite), grün strahlten die Augen der beisitzenden Historikerin, und sonnenfarben schien wie zum Hohn die Sonne, als hätte sie nicht gerade noch das grässlichste Debakel der Literatursportwelt seit Günter Grass’ Halbzeitkommentar während eines Bundesligaspiels des SC Freiburg illuminieren zu dürfen die zweifelhafte Ehre gehabt.
So weit die Parataxen. Vor dem Spiel mussten wir schlucken. Kein normaler Gegner stand am Sportplatz. Stattdessen ein Haufen durchtrainierter Cyborgs. Mindestens tausend. Sie hätten unsere Enkel sein können. Schon einer von ihnen allein besaß dem Augenschein nach die Kraft von hundert Büffeln, die Schnelligkeit von Blitzen sowie die Frische eines Hektoliters Lenor. Unsere Vorahnung hatte etwas vom Blick von den Zinnen der Stadt Gondor oder Sonstwasherrderringemäßiges herunter auf eine brodelnde und hoffnungslos überlegene Orkarmee. Vielleicht standen wir deshalb zu Beginn ein wenig zu tief gestaffelt.
Wir waren zugegebenermaßen ersatzgeschwächt, doch wer hätte diesen Germanistentornado aufhalten sollen? Thomas Brussig vielleicht.
Bereits in der ersten Minute überrannte ein etwa drei Meter großer Hüne den Autor dieser Zeilen wie einen Kieselstein und durch die Mitte, und netzte zur Führung ein. Das 0:2 fiel in der zwoten Minute – hierin ist sich der Autor (ach, sind wir nicht alle Autoren?) mit der lebenden Rechenmaschine Zehrer noch einig, denn um den Treffer gleichfalls in der ersten Minute fallen zu lassen, brauchte der fluchende Merkel einfach zu lange, um den Ball aus dem Tornetz und Richtung Anstoßpunkt zu befördern.
0:3 (8.), 0:4 (10.). Danach bemerkten wir, dass wir etwas zu tief standen, empfingen die Cyborgs weiter vorne, bekamen selber – vor allem nach der Pause – zunehmend Chancen (ein Tor wäre verdient gewesen) und ließen nur noch zwei weitere Gegentreffer zu (24. und 71.). Die verblüffenden und für einen normalen Menschen nicht nachvollziehbaren Minutenangaben stammen von Statistikwunder Zehrer, der sich dabei laut eigener Angabe am Sonnenstand orientiert, bei bedecktem Himmel hingegen seine Pulsschläge zählt.
Merkel hielt großartig in der zweiten Halbzeit und unter anderem einen Elfmeter. Nußbaumeder (den ich hernach unverstandenerweise der „Kregelheit“ lobte und zieh) riss uns mit seiner Entschlossenheit mit, und rettete uns vor der kompletten Vernichtung. Schmidt, als Nußbaumeder für nicht ganz Arme behielt ebenfalls den Überblick, wenn er auch einem zu kurzen Pass durchaus mal entgegenkommen darf, anstatt den fehlerhaften Passgeber durch Nichtstun abzustrafen. Rinke fühlte sich als Alleinunterhalter im Sturmzentrum mit zunehmender Spieldauer sichtlich wohl. Tamas hielt in der zweiten Hälfte gut die Bälle. Zehrer half gekonnt, seine jeweiligen Seiten einigermaßen dicht zu halten. Hennig kämpfte tapfer bis zum Wadenkrampf.
So viel Lob, nach so einem Spiel? Gemach, gemach, jetzt kommt die Peitsche. Von des Autors selbstgeklebtem Lieblingslügenetikett „noch recht schnell für sein Alter“, blieb nur noch „sein Alter“. Gleich mehrfach wurde er auf der linken Flanke überlaufen, was zu mindestens einem Tor führte, wenn er nicht gerade in gemeinschaftlicher Arbeit mit Torwart und Innenverteidigung für Verwirrung und Unheil sorgte. Auch die Fitness warf Fragen nach Lebenswandel und Pflegebedürftigkeit auf. Erst nach dem Verlust eines Auges wurde es etwas besser. Keeper Merkel kam in der ersten Halbzeit und speziell beim zweiten Tor zuweilen aus diesem gekrochen, wie eine Schnecke aus ihrem Häuschen. Bergelt interpretierte das Positionsspiel seiner, zugegebenermaßen ungewohnten, Mittelfeldrolle wankelmütig wie eine Frau mit PMS. Willmann fiel in erster Linie durch seine Schuhe und Gekrittel an der Taktik auf. Kuper fand offenbar noch Zeit mit Pferden zu knutschen.
Luthardt verhielt sich unauffällig und hatte Bauchweh. Auf diesem Wege gute Besserung!
Ok, schnuck, was sollen diese krümelkackerischen Einzelkritiken? Jeder hat mal nen guten Tag, Dabeisein ist alles, und für die Fehlenden können am wenigsten die, die auf dem Platz stehen. Wir verlieren zusammen und wir unterliegen zusammen.
Nach diesem Vorfazit jedoch noch ein interessantes Endfazit: Je höher die Sonne stand, desto tiefer stand die Mannschaft, und je tiefer die Sonne stand, desto höher (?) stand das Team, zwei Faktoren, die sich wiederum korrelativ auf Höhe bzw. Tiefe (?) der Niederlage auswirkten. Da müsste einer mal ne Formel entwickeln: Zehrer, übernehmen Sie!

Weitere Links

Reformbuehne

Beitrag zum Darwin-Jahr

„Von der Lust ein Tagebuch zu schreiben“ in Berliner Morgenpost

Published in: on März 27, 2009 at 12:24 pm  Schreibe einen Kommentar  

14. Internationale Tagung der DeutschlehrerInnen

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Jeder vierte Europäer spricht Deutsch als Muttersprache und Deutsch ist eine wichtige Sprache, mit der Menschen nicht nur in Europa, sondern weltweit Kontakt miteinander aufnehmen. Deutsch bewegt viele Menschen als Sprache in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, als Kommunikationsmittel bei den vielfältigen Migrationsbewegungen unserer Zeit, im weltweiten Tourismus und als Sprache der Integration.

Die deutsche Sprache und Kultur bewegen mehr als 2000 Sprach- und Kulturmittler/innen sowie Deutschlehrende aus aller Welt, alle vier Jahre die Internationale Tagung des IDV zu besuchen und ihre Erfahrungen miteinander auszutauschen.
Für die XIV. IDT wurde folgendes Motto gewählt:

Deutsch bewegt

XIV. IDT Jena-Weimar

3.- 8. August 2009

Informationen

Video

panoramajena
Vor fünf Jahren habe ich in dieser wunderbaren Stadt studiert und auf alle Fälle eine Münze in den Springbrunnen geworfen, um noch einmal Jena zu erleben…

So sieht das Jenaer Stadtzentrum aus...

So sieht das Jenaer Stadtzentrum aus...

Die Atmosphäre der Friedrich-Schiller-Universität sagt viel über deren Geschichte.

hineuimage002 Binnen weniger Jahre seit der politischen Wende in Ostdeutschland hat sich die kleine thüringische Universitätsstadt Jena wieder zu einem Wissenschaftszentrum von internationalem Rang gemausert. Es herrscht Aufbruchstimmung, doch bei allem Neuanfang blickt man gern zurück auf die großartigen Traditionen: Goethe, Schiller, Hegel und Fichte prägten das Geistesleben, Abbe, Zeiß und Schott legten den Grundstein für wirtschaftliche Prosperität.

Mehr über die Uni-Geschichte hier

Mehr über das Stadtporträt

Homepage der Stadt

Der Deutschlehrerberuf ist untrennbar von der ständigen Weiterbildung. Und das Wissen kann man in der Bibliothek erwerben.

Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek ist eine der traditionsreichen deutschen Universitätsbibliotheken, hervorgegangen aus der „Bibliotheca Electoralis“ des sächsischen Kurfürsten Friedrich III. und seiner Nachfolger. Diese Bibliothek wurde schon 1536 von der Wittenberger Universität genutzt und 1549 über die Zwischenstation Weimar nach Jena überführt, wo sie der 1558 gegründeten Universität zur Verfügung stand.

Mehr über die Geschichte hier

Published in: on März 24, 2009 at 7:10 pm  Comments (3)  

Kuzio&Liebold: Elektrodyssee (Konzert in Minsk)

odysee

„Kuzio & Liebold“ sind Christian Kuzio (Gitarren, Perkussion, Komposition) aus Rostock und Lorenz Liebold (Gesang) aus Göttingen. Während des Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock entstand die Idee, etwas Ausgefallenes mit Stimme und Gitarre zu entwickeln. „Die Irrfahrten des Odysseus“ von Homer ist der thematische Anlass für ein Live-Hörspiel. Lorenz Liebold verwendete dafür Texte verschiedener Autoren u.a. von Heiner Müller und Bertolt Brecht und ergänzte diese durch eigene Texte. Alle Charaktere der Odyssee spricht er selbst und verwendet seine Stimme als Mittel der Verfremdung. Christian Kuzio komponierte die Musik dazu und spielt diese mit verschiedenen Gitarren, Perkussion und interessanten akustischen und elektronischen Effekten. So entstand „Elektrodyssee“ – ein musikalisches Live-Hörspiel, welches für die Zuschauer ein besonderes Erlebnis darstellt.

Konzerttermine:

Minsk, 13. April 2009
Veranstaltungsort: Minsker Staatliche Linguistische Universität/Aula
uliza Sacharowa 21
Beginn: 19.00 Uhr

Grodno, 14. April 2009
Veranstaltungsort: Janka-Kupala- Universität Grodno/Auditorium 3
uliza Lenina 32
Beginn: 16.00 Uhr

Sluzk, 16. April 2009
Veranstaltungsort: Kindermusikschule
uliza Wiljenskaja 6a
Beginn: 11.00 Uhr

QUELLE

Published in: on März 24, 2009 at 6:51 pm  Schreibe einen Kommentar  

ONLINE-NACHRICHTEN IM DAF-UNTERRICHT

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1. Zeitungen und Zeitschriften

Meines Erachtens, passt das Angebot an Nachrichten der Süddeutschen Zeitung sehr gut für meine Unterrichtsituation. Ich arbeite an der Fakultät für internationalle Beziehungen, wo künftige Diplomaten studieren. Die aktuellen Schlagzeilen sowie Themen entsprechen den Interessen meiner Zielgruppe. Mit Online-News kann man sich ab dem 7. Semester beschäftigen (Niveau B2-C1). Die StudentInnen müssen im Bilde aktueller politischen Ereignisse in Deutschland sowie in der Welt sein. Ich glaube, die Artikel der SZ sind eher landeskundeorientiert, weil die LandesInformationen in verschiedenen Rubriken über den Nachrichten aus der ganzen Welt dominieren.

Das gleiche Verfahren gilt für die FAZ-Net. Die Rubriken in dieser Online-Zeitung zeichnen sich durch eine Vielfälltigkeit aus, im Vergleich zu der SZ. Aus diesem Grunde eignet sich diese Zeitung für einen breiteren Adressatenkreis: es können StudentInnen sein, deren Fachrichtung internationales Recht (Rubrik Recht und Steuern), Tourismus (Rubrik Reise), Wirtschaft (Rubrik Wirtschaft, Finanzen), Kulturologie (Rubrik Kultur), Politikwissenschaft (Rubrik Politik) usw. sind. Die Palette an Rubriken entspricht den Themen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, so das sich diese Zeitung optimal für den Einsatz im Unterricht eignet. Da gibt es solche Rupriken: Wissen (Artikel über Medizin, Natur, Klimawandel), Auto, Computer und Technik, Beruf , Sport, Gesellschaft usw. , wo man stets aktuelle und authentische News finden kann.

Die Zeit-Online hat alle möglichen Rubriken. Interessant finde ich hier die Rubrik Meinung, wo die StudentInnen sich Leserbriefe anschauen können und versuchen selbst einen Leserbrief zu schreiben. In dieser Rubrik gibt es auch Umfragen zu verschiedenen Themen, z.B. „Brauchen wir die Nato„, an der die Lerner digital Ihre Stimme abgeben können. Alle in den Artikeln dieser Zeitung angebotenen Themen entsprechen den Themen des GER für Sprachen. Hier kann man verschiedene Textsorten trainieren, z.B. in der Rubrik Karriere wie man eine Bewerbung schreibt. Empfehlenswert ist die Rubrik Studium, wo sich die belarussischen StudentInnen über das Uni-Leben und die deutschen Hochschulen informieren können. Über die deutsche Lebensart (Mode, Essen und Trinken usw.) kann man sich in der entsprechenden Rubrik infolmieren lassen (diese Artigel eignen sich für die Sensibilisierung für interkullturelle Unterschiede).

Den „Spiegel“ finde ich gut in allen Sinnen, aber die Texte hier können nur auf den hohen Nieveaustufen (B2-C2) eingesetzt werden,weil der Stil dieser Zeitschrift, denke ich, etwas ironisch ist, und lässt sich nur kompetente Sprachverwendung gut verstehen.

Als Alternative für meine Zielgruppe würde ich die Texte aus dem Stern oder Fokus vorschlagen, denn sie sind mit den oben betrachteten Zeitungen und Zeitschriften vergleichbar.

2. Nachrichten von Fernsehsendern

Nachrichten von Fernsehsendern wie ARD Tagesschau und ZDF heute haben ihre Vor- und Nachteile hinsichtlich ihres Einsatzes im Unterricht. Hier werden neben Fotos Videos der Nachrichten angeboten, was die Arbeit im DaF-Unterricht vielfälltiger macht.

Eine der möglichen Aufgaben wäre:

Schritt 1. Als Hintergrundinformarionen zur Nachricht eine WWW-Recherche zu unternehmen.

Schritt 2. Eine Nachricht zu einem Thema auswählen und ein Video ansehen.

Schritt 3. Eine Zusammenfassung oder die referative Übersetzung dieser Nachricht in die Muttersprache zu machen.

Schritt 4. Präsentation der Ergebnisse.

Diese Arbeit erfordert ein hohes Sprachniveau und die maximale Internetgeschwindigkeit.

3. Radiohören im WWW

Die Gelegenheit zu nutzen Deutschsprachiges Radio im WWW zu hören würde ich in dem Fall raten, um Lernerautonomie zu unterstützen oder als zusätzliche Übung bei den geübten Lernern (Binnendifferenzierung).

Noch eine Superidee für den Einsatz dieser Form wäre bei den Studenten, deren Fachrichtung Übersetzung ist, um beim Hören simultanes Dolmetschen zu üben. Da sind aber die perfekten Sprachkenntnisse notwendig und die Fähigkeiten zu verschiedenen Übersetzungstransformationen sowie Strategien der optimalen Informationsverarbeitung in maximal kurzer Zeit.

DIDAKTISIERUNGSVORSCHLAG ANHAND MATERIALIEN DER „DEUTSCHEN WELLE“

Thema: Deutschland entdecken

Niveau: B1.2

Ziel: Lerner können sich zu ihrem Reiseziel (in Deutschland) äußern, indem sie ihre Meinung begründen

Zeit: 90 Minuten

1. Warming-up: Karussel-Methode – TN bilden 2 Kreise (einen Innenkreis und einen Außenkreiß), so dass die Paare entstehen. Zu zweit besprechen sie eine Frage der LK. Nach einem Signal der LK machen die Außenkreisstehenden einen Schritt im Uhrzeigesinn nach rechts, der Innenkreis bleibt stehen, so dass neue Paare gebildet werden, um die weitere Frage der LK zu beantworten usw.

Die Fragen der LK (geschrieben auf großen Papierbögen):

a) Was fällt Ihnen beim Wort ‚Deutschland‘ ein?

b) Was wissen Sie über Deutschland? Berichten Sie kurz.

c) Waren Sie schon mal in Deutschland? Wann? Wo?

Zeit: 5 Minuten

Sozialform: PA

2. Arbeit am Text „Deutschland im Überblick“

Sozialform: GA (3 Gruppen)

Zeit: 15 Minuten

  • Jede Gruppe arbeitet an einem der 3 Textabschnitte (Lesen).

Abschnitt 1 (Für die ungeübten TN)

Mehr als 82 Millionen Menschen leben zwischen Nord- und Ostsee im Norden und den Alpen im Süden Deutschlands. Zahlreiche Mittelgebirge durchziehen das Land, zu den wichtigsten Flüssen gehören der Rhein, die Donau, die Elbe und die Oder. Seen finden sich vor allem im Nordosten, im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, und im Alpenvorland. Die Küsten im Norden sind gesäumt von zahlreichen Inseln. Zu den Ballungsgebieten gehören Berlin, Hamburg, München, das Ruhrgebiet, Köln und die Rhein-Main-Region rund um Frankfurt.

Abschnitt 2 (Für die geübten TN).

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus haben die Siegermächte Deutschland geteilt: Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23.5.1949 mit Verkündung des Grundgesetzes, also der Verfassung, gegründet. Dieser westliche Teil Deutschlands erlebte – auch unterstützt durch die westlichen Alliierten – ein so genanntes Wirtschaftswunder, dessen Motor vor allem das Ruhrgebiet mit seiner Kohle- und Stahlindustrie war. Der östliche Teil, die damalige Deutsche Demokratische Republik (DDR) hingegen, entstand aus der Sowjetischen Besatzungszone und wurde an dem damaligen Ostblock angebunden. Erst mit dem Zerfall der Ostblockstaaten und dem Fall der Mauer, die Deutschland teilte, wurden beide Teile Deutschlands am 3. Oktober 1990 wiedervereint.

Als Lehre aus der Vergangenheit legten die Verfassungsväter Wert darauf, die freiheitlich-demokratische Grundordnung, das Rechtsstaatsprinzip und die Gewaltenteilung in der Verfassung unabänderlich festzuschreiben. Ebenso wurden die Grund- und Bürgerrechte und das Föderalismus-Prinzip im Grundgesetz verankert. So soll ein Machtmissbrauch durch die Regierenden und die Aushöhlung von Rechten unterbunden und Wege in die Diktatur um jeden Preis verhindert werden.

Abschnitt 3 (Für das mittlere Niveau).

Deutschland verfügt über eine historisch gewachsene, vielfältige Kunst-, Musik-, Theater- und Literaturszene. Die alten Meister sind heute noch so beliebt wie die jungen Newcomer.

Die Gesellschaft in Deutschland befindet sich im Wandel, die Altersstruktur verschiebt sich: Die Älteren werden immer älter, während immer weniger Kinder geboren werden. Parallel dazu hat sich Deutschland in den letzten 50 Jahren zu einem Einwanderungsland entwickelt. Mittlerweile leben knapp zehn Prozent Menschen mit nicht-deutschem Pass hier, etwa sieben Millionen Deutsche haben darüber hinaus einen so genannten Migrationshintergrund.

  • Dann ergänzen die Gruppen die entsprechenden Felder im WWW-Raster.
  • Aus jeder Gruppe geht eine Person mit dem Raster zu einer anderen Gruppe und gibt mit eigenen Worten den Inhalt ihres Abschnittes wieder. Die Gruppe ergänzt den Raster. Dieses Verfahren dauert, bis jeder Mitglied aller Gruppen alle Felder im Raster erfüllt hat und auf solche Weise den Inhalt des ganzen Textes kennenlernt.

WWW-Raster

Wer? Was? Wo? Wie? Warum? Was passiert?

Abschnitt 1.

Abschnitt 2.

Abschnitt 3.

  • TN ergänzen in Einzelarbeit die fehlenden Präpositionen im Text. Zeit: 10 Minuten. Abschlußkontrolle: PA mit dem Originaltext.

Deutschland liegt 1)____ der Mitte Europas. Es grenzt 2)_____ Dänemark im Norden, 2)___ die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Tschechien und Polen. Hauptstadt des Staates ist Berlin.

Zwischen Meer und Alpen

Mehr als 82 Millionen Menschen leben 3)_____ Nord- und Ostsee im Norden und den Alpen 4) ____ Süden Deutschlands. Zahlreiche Mittelgebirge durchziehen das Land, 5)____ den wichtigsten Flüssen gehören der Rhein, die Donau, die Elbe und die Oder. Seen finden sich vor allem im Nordosten, im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, und im Alpenvorland. Die Küsten im Norden sind gesäumt von zahlreichen Inseln. 5)___ den Ballungsgebieten gehören Berlin, Hamburg, München, das Ruhrgebiet, Köln und die Rhein-Main-Region rund 6)___ Frankfurt.

Konsequenzen des Zweiten Weltkriegs

7) ____ dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus haben die Siegermächte Deutschland geteilt: Die Bundesrepublik Deutschland wurde 8)_____ 23.5.1949 mit Verkündung des Grundgesetzes, also der Verfassung, gegründet. Dieser westliche Teil Deutschlands erlebte – auch unterstützt 9)_____ die westlichen Alliierten – ein so genanntes Wirtschaftswunder, dessen Motor vor allem das Ruhrgebiet mit seiner Kohle- und Stahlindustrie war. Der östliche Teil, die damalige Deutsche Demokratische Republik (DDR) hingegen, entstand 10)_____ der Sowjetischen Besatzungszone und wurde an dem damaligen Ostblock angebunden. Erst mit dem Zerfall der Ostblockstaaten und dem Fall der Mauer, die Deutschland teilte, wurden beide Teile Deutschlands 11)____ 3. Oktober 1990 wiedervereint.

Als Lehre 12) _____ der Vergangenheit legten die Verfassungsväter Wert darauf, die freiheitlich-demokratische Grundordnung, das Rechtsstaatsprinzip und die Gewaltenteilung in der Verfassung unabänderlich festzuschreiben. Ebenso wurden die Grund- und Bürgerrechte und das Föderalismus-Prinzip im Grundgesetz verankert. So soll ein Machtmissbrauch durch die Regierenden und die Aushöhlung von Rechten unterbunden und Wege in die Diktatur 13)____ jeden Preis verhindert werden.

Vielfältige Kulturszene und eine Gesellschaft im Wandel

Deutschland verfügt 14)____ eine historisch gewachsene, vielfältige Kunst-, Musik-, Theater- und Literaturszene. Die alten Meister sind heute noch so beliebt wie die jungen Newcomer.

Die Gesellschaft in Deutschland befindet sich 15)____ Wandel, die Altersstruktur verschiebt sich: Die Älteren werden immer älter, während immer weniger Kinder geboren werden. Parallel dazu hat sich Deutschland 16)____ den letzten 50 Jahren zu einem Einwanderungsland entwickelt. Mittlerweile leben knapp zehn Prozent Menschen 17)_____ nicht-deutschem Pass hier, etwa sieben Millionen Deutsche haben darüber hinaus einen so genannten Migrationshintergrund.

3. Deutschland-Quiz.

Es werden 2 Gruppen gebildet. Der Reihe nach antwortet eine Person pro Gruppe auf die Frage. Ist die Antwort richtig, bekommt die Gruppe einen Punkt. Der Gewinner soll die meiste Punktzahl haben.

Zeit: 15 Minuten.

Fragen zum Quiz.

1) Deutschland liegt südlich von Dänemark.

a) richtig; b) falsch

2) Deutschland hat 10 Nachbarländer.

a) richtig; b) falsch

3) Welche Stadt ist das? Englischer Garten, Isar, Oktoberfest, BMW…

a) München; b) Frankfurt

4) Wo liegt der Schwarzwald in Deutschland?

a) im Süden; b) im Norden

5) Der Rügen ist…

a) eine Insel; b) ein Berg

6) Welcher See gehört zu Deutschland, Österreich und der Schweiz?

a) Chimsee; b) Bodensee

7) Welcher Berg ist der höchste?

a) die Zugspitze; b) der Grossglockner

8) Gibt es in Deutschland eine Wüste?

a) Ja, im Norden; b) Nein

9) Was ist die Berlinale?

a) ein Filmfestival; b) ein Theaterfestival

10) Wofür ist Nürnberg bekannt?

a) Ostermarkt; b) Christkindlesmarkt

11) Welcher Flughafen ist der größte in Deutschland?

a) Berlin-Tegel; b) Frankfurt Rhein-Main

12) In Deutschland gibt es Züge mit den Buchstaben „IC“. Das bedeutet:

a) InterCity; b) „Immer cool! (Mit Klimaanlage)“

13) Was trinken die Deutschen lieber zum Frühstück?

a) Kaffee; b) Tee

14) Die meisten Ausländer, die in Deutschland leben, kommen aus…

a) Italien; b) der Türkei

15) Welche Zeitung kaufen die Menschen in Deutschland am meisten?

a) Bild-Zeitung; b) Frankfurter-Allgemeine-Zeitung

__________________

Lösungen zum Quiz:

1a; 2b; 3a; 4a; 5a; 6b; 7a; 8b; 9a; 10b; 11b; 12a; 13a; 14a; 15a.

4. Die Fotos den Bundesländern zuordnen

Die Lerner schauen sich die Deutschlandkarte an, ordnen die Bilder den Bundesländern zu (1 Bild pro Bundesland) und begründen kurz ihre Entscheidung.

Zeit: 5 Minuten

Sozialform: PA

AUF DIE KARTE KLICKEN

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5. Bundesländer näher kennenlernen und präsentieren

Jeder TN zieht ein Los und bekommt ein dementsprechendes Bundesland zu bearbeiten (EA; 10 Minuten). Danach muss jeder sein Bundesland präsentieren, ohne es zu nennen, und die anderen raten (Pl, 20 Minuten).

Schleswig-Holstein

Mecklenburg-Vorpommern

Bremen

Hamburg

Niedersachsen

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Brandenburg

Thüringen

Berlin

Rheinland-Pfalz

Nordrhein-Westfalen

Hessen

Das Saarland

Bayern

Baden-Württemberg

6.Reiseziel-Dialog

In einem Klassenspaziergang suchen sich die TN immer wieder einen neuen Partner, mit dem sie über ihr Reiseziel/Ort/Bundesland, das sie am liebsten besuchen möchten, spekulieren (und ihre Entscheidung kurz begründen)

Zeit: 10 Minuten.

Published in: on März 24, 2009 at 6:09 pm  Comments (3)  

Deutsch-Pop

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Mit Liedern kann man im DaF-Unterricht viele schöne Sachen machen. Man kann alle Fertigkeiten (Aussprache, Grammatik, Wortschatzerwerb usw) trainieren. Das ist kein Geheimnis.
Ich glaube, Deutschpop hat seine Besonderheiten. Mit modernen deutschen Liedern kann man ein Überblick über die aktuelle Musik-Szene in Deutschland schaffen. Deutsch-pop ist also ein gutes Matherial, das die landeskundlichen Informationen vermittelt und der Sensibilisierung für interkulturelle Inhalte dient (das hängt natürlich von einem konkreten Lied ab und darf nicht pauschal betrachtet werden).
Meine Unterrichts-Erfahrungen sind nicht groß, aber ich habe schon ein paar Mal die deutschen Lieder in den Unterricht eingesetzt. Das waren die grammatikalischen Liebeslieder von W. Bönzli, mit denen ich vor allem grammatische Aspekte geübt habe.

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NÜTZLICHE LINKS

Webseite von Yvonne Catterfeld

Das gemeinsame Produkt der internationalen Gruppenarbeit – POWER-POINT-PRÄSENTATION ZUM THEMA „Deutsch-Pop“ deutschpop-festival_gruppe1_21

Published in: on März 20, 2009 at 10:46 pm  Schreibe einen Kommentar  

Goldene Regeln für eine Power-Point-Präsentation

Nützlich für DaF-Lehrer

Nützlich für DaF-Lehrer

Die folgenden Punkte sind Kriterien für die Evaluation von Präsentationen mit PowerPoint. Sie sollten, abhängig von der Lerngruppe, als Anregungen gesehen und entsprechend adaptiert werden.

Wenn Lernerinnen und Lerner Präsentationen evaluieren, könnte diese Aufstellung als Anregung für mögliche Gesichtspunkte benutzt und gekürzt bzw. ergänzt werden. Eine Ergänzung durch Bewertungskategorien (verschriftlicht, in Noten oder in Punkten) ist ebenfalls problemlos möglich.

Inhalt der Präsentation
· Darstellung des Themas
· fachliche Kompetenz: Kenntnisse, Verstehen, Erkennen, Urteilen
· Klarheit und Verständlichkeit des Inhalts

Struktur der Präsentation
· Gliederung: vor allem Einstieg – Schluss
· Strukturierung des Hauptteils
· roter Faden
· Länge

Vortragstechnik
· Orientierung an Zuhörerinnen und Zuhörern
· Gesprächsverhalten
· Blickkontakt
· Sprache: Deutlichkeit, Tempo, Pausen
· Lautstärke
· Körperhaltung
· Gestik/Mimik

Medienkompetenz
· Folienlayout
· Design
· Schrift
· Farben
· Grafiken
· Folienübergang
Quelle

Weitere Nützliche Links:

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=30220100&top=SPIEGEL

http://www.sondershaus.de/deutsch_praesentieren.htm

Published in: on Januar 10, 2009 at 2:51 pm  Schreibe einen Kommentar