„Mein Leben“ wurde verfilmt

meinleben1Vor ein paar Jahren habe ich dieses Buch geschenkt bekommen. Man sagt, das Buch sei das beste Geschenk. Das kann man kaum bestreiten.

Marcel Reich wurde am 2. Juni 1920 in Wloclawek als polnischer Jude geboren. Nach der erfolgreichen Beendigung seiner schulischen Laufbahn in Berlin ist es sein Wunsch, dort Germanistik zu studieren. Aufgrund seiner Herkunft wird ihm dies jedoch verweigert, er wird nach Polen deportiert. Es folgen Jahre voll widriger, unwürdiger Verhältnisse im Warschauer Ghetto, in welchem er und seine Familie ab 1940 zu wohnen gezwungen werden, und unter welchen er seine große Liebe Teofila Langnas, genannt Tosia, kennenlernt.

Gemeinsam gelingt es dem jungen Paar der Deportation durch die Nationalsozialisten, der unter anderem die Eltern und der Bruder Reich-Ranickis zum Opfer fallen, zu entgehen und bei einem nicht-jüdischen Paar auf dem Land ein Versteck zu finden. Mit eisernem Überlebenswillen und dem Erzählen von Geschichten überstehen die Beiden Hunger und Kälte, bis sie durch die Rote Armee befreit werden.

1999 veröffentlichte der berühmte Kritiker seine Autobiografie, die sehr bewegend von seinem Überleben als Kind einer jüdischen Familie in Polen handelt. Jetzt wurde das Buch mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle verfilmt. artour traf den Schauspieler und Regisseur Dror Zahavi (M.). Mehr Informationen

Matthias Schweighöfer als jünger M.Reich-Ranicki

Matthias Schweighöfer als jünger M.Reich-Ranicki

„Der Film hat mir meine Eltern noch näher gebracht“ Eindrücke des Sohnes von M. Reich-Ranicki

Interview von M. Reich-Ranicki

Der junge Reich-Ranicki.Schweighöfer spielt Literaturkritiker

M. Reich-Ranicki als jünger Mann

M. Reich-Ranicki als jünger Mann


P.S. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen. Der Film ist auch empfehlenswert.

Der Film hinterlässt Beklemmung und Nachdenklichkeit bei den Zuschauern. Und das Gefühl, Worte und Handeln der kontroversen Person Marcel Reich-Ranickis von nun an besser verstehen zu können.

Julia Schmitz

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Published in: on April 5, 2009 at 11:07 am  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ist denn der Film bereits im Goethe-Institut erhältlich?


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